Dortmunder Jude wird dreimal innerhalb weniger Tage angegriffen

Veröffentlicht bei watson.

Gleich drei Mal innerhalb weniger Tage haben Neonazis in Dortmund einen 26-jährigen Juden attackiert. Drei polizeibekannte Rechtsextreme haben den Mann am Sonntag zuerst antisemitisch beleidigt, wie die Polizei Dortmund mitteilte. Anschließend habe einer der Rechtsextremen versucht, dem 26-Jährigen mit der Faust gegen den Kopf zu schlagen. Der habe den Angriff jedoch abwehren können und sei unverletzt geblieben. 

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Was Rechtsrock, Musikfestivals und rechter Terrorismus miteinander zu tun haben

Veröffentlicht bei watson.

Die Bilder von einem Neonazi-Festival im thüringischen Themar haben im vergangenen Jahr schockiert: Hitlergrüße, Sieg-Heil-Rufe und volksverhetzende Botschaften auf den T-Shirts von Besuchern.

Am vergangenen Wochenende gab es dann erneut ein Neonazi-Festival, diesmal in der sächsischen Kleinstadt Ostritz, nur durch den Grenzfluss Neiße vom benachbarten Polen getrennt. Wieder musste die Polizei wegen verbotenen Symbolen auf T-Shirts eingreifen. Und wieder war das Festival nicht etwa als kommerzielle Veranstaltung angemeldet, wie "Rock am Ring" oder "Wacken", sondern als politische Versammlung. 

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Rechtsextreme Auschwitz-Gesänge bei einer AfD-Demo in Jena – und die Ordner greifen nicht ein

Veröffentlicht bei BuzzFeed News.

Bei einer Wahlkampf-Demo der AfD haben Demonstranten am Dienstag rechtsextremistische Parolen gesungen, darunter das antisemitische „U-Bahn-Lied“. In unmittelbarer Nähe der Gesänge liefen Demonstranten mit AfD-Fahnen sowie offizielle Ordner der vom AfD-Landesverband Thüringen organisierten Demonstration. Diese griffen nicht ein. 

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Vertreibung von Jesiden in Herne

Für CORRECTIV.RUHR habe ich mich über mehrere Wochen mit Vorfällen in einem Wohnblock in Herne-Wanne beschäftigt. Nach einer Massenschlägerei im März 2016 haben jesidische Bewohner der Siedlung ihre Wohnungen und die Stadt Herne aus Angst verlassen. Die Stadtverwaltung hat dazu lange geschwiegen. Insgesamt sind aus meinen Recherchen drei Artikel entstanden:

Stadt Herne verschweigt Vertreibung von Jesiden

Herne: Wenn das Recht des Stärkeren gilt

Stadt Herne: Kein skandalöser Vorfall

Gelecek Yok - Keine Zukunft

Dieser Text ist im Rahmen meines "Spirit of Gezi"-Crowdfundings in Zusammenarbeit mit dem Gemeinnützigen Recherchezentrum Correctiv entstanden und wurde bei #ÖZGÜRÜZ veröffentlicht.

Der Punk sei tot, heißt es oft. In Städten wie Berlin oder London ecken Punks mit ihren bunten Irokesenschnitten und zerschlissenen Klamotten längst nicht mehr an. Can, Ersin und Toprak aber machen Punkrock in Istanbul. Die Geschichte einer Subkultur im 13. Jahr Erdoğan.

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Die Hoffnung ist verloren - Istanbul dreieinhalb Jahre nach Gezi

Was ist eigentlich aus dem "Spirit of Gezi" geworden, dem rebellischen Geist der Gezi-Proteste? Dieser Frage bin ich im November 2016 in Istanbul nachgegangen. Diese Recherche wurde durch ein Crowdfunding in Zusammenarbeit mit dem Gemeinnützigen Recherchezentrum Correctiv ermöglicht. 

Mein Artikel "Die Hoffnung ist verloren" ist zuerst bei #ÖZGÜRÜZ und Correctiv erschienen, danach auch bei bento, im Schweizer Straßenmagazin SURPRISE, in der Kreiszeitung und dem Wochenendmagazin des Mannheimer Morgens. Im Dortmunder Straßenmagazin bodo ist außerdem ein weiterer Artikel über die Hoffnungslosigkeit der Aktivisten und Oppositionellen in Istanbul erschienen. Darüber hinaus habe ich mit detektor.fm und FluxFM über meine Recherchen gesprochen. 

Die Veröffentlichtungen sind hier dokumentiert.

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Beim ersten Tag des Terrorprozesses gegen den "Scharia-Polizisten" Sven Lau

Veröffentlicht auf VICE.COM

In Düsseldorf steht der Salafisten-Prediger Sven Lau vor Gericht. Der Konvertit soll eine Terrororganisation in Syrien unterstützt haben.

Vor dem Gerichtsgebäude stehen zwei Polizisten mit Maschinenpistolen. Auch sonst sieht alles mehr nach Knast als nach Gericht aus. Das Terror-Verfahren gegen Sven Lau findet in einem Hochsicherheitsgebäude des Oberlandesgerichts Düsseldorf statt, zwischen dem Landeskriminalamt, Ackerflächen und Gewächshäusern. Hier werden die harten Fälle verhandelt: Terrorismus und Schwerkriminalität. Auf dem Dach ein Hubschrauberlandeplatz, drumherum ein Zaun mit Stacheldraht. In der Schlange davor wartet ein Aufgebot an Journalisten. Auch ein kleines Grüppchen von Glaubensbrüdern des Angeklagten gesellt sich dazu. 

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Wie sich das Leben für türkische Wissenschaftler nach dem 15. Juli verändert

Veröffentlicht bei MOTHERBOARD.

Seit dem gescheiterten Putschversuch scheint der türkische Repressions-Apparat wie auf Steroiden zu agieren. Bereits seit Monaten verschlechtert sich die Situation von Journalisten, kritischen Wissenschaftlern und Oppositionellen in der Türkei—doch nach dem 15. Juli begann eine bisher beispiellose Verhaftungswelle das Land zu erschüttern. 

 Weniger als 24 Stunden nach der Niederschlagung hatten Präsident Erdoğan und die türkische Regierung mit Fetullah Gülen nicht nur den angeblich Schuldigen für den versuchten Putsch ausgemacht, es gab auch eine Künigungswelle im öffentlichen Dienst. In den ersten Tagen wurden zunächst 6.000 Soldaten festgenommen, darauf folgten Massenverhaftungen und vor allem Entlassungen in allen Bereichen des öffentlichen Lebens: Polizisten, Ministeriumsangestellte, Lehrer, Universitäts-Dekane. Unzählige Schulen und mehrere Universitäten wurden geschlossen, ein Ausreiseverbot für Akademiker eingeführt, auch die Erfolgsgeschichte der türkischen Start-Up-Szene ist bedroht, da immer mehr Gründer darüber nachdenken, die Türkei zu verlassen. Auch in der Wissenschaftswelt sorgen die jüngsten Entwicklungen für Verunsicherung—für Forscher im Inland als auch im Ausland ist die Zukunft ungewiss.

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Was ich beim ersten Tomorrowland Deutschland erlebt habe

Veröffentlicht bei THUMP

Als ich am Samstagnachmittag in Dortmund in den Zug steige, denke ich mir: Scheiße! Bis eben, genauer: direkt nach der kalten Dusche, hatte ich noch gehofft, dass die drei Beutel Aspirin Complex den Kater von gestern besiegt hätten. Jetzt wird mir klar, dass ich letzte Nacht ungefähr drölf Vodka Gimlets zu viel in mich rein gekippt habe. Eigentlich bin ich also reif fürs Bett. Oder ein kaltes Bad. Oder etwas anderes Entspanntes mit niedrigem Geräuschpegel und ohne Bewegung. Stattdessen sitze ich im Zug zum deutschen Tomorrowland und habe Angst, dass sich mein Magen beim kleinsten Ruckeln auf der Strecke bis nach Gelsenkirchen einfach umdreht und das Katerfrühstück wieder hochkommt. 

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Alkoholverbot in Herne: Ein Besuch im Sodom und Gomorrha des Ruhrgebiets

Veröffentlicht auf VICE.COM

Sodom und Gomorrha sind zwei ehemalige Industriestädte im Ruhrgebiet. Außerhalb biblischer Kreise nennt man sie heute auch Herne und Wanne-Eickel. Sittenverfall und Verrohung plagen die Städte. Um der göttlichen Zerstörung der Orte der Sünde zuvorzukommen, haben die Stadtoberen nun endlich eingegriffen: Zur Wiederherstellung der öffentlichen Ordnung muss ein Alkoholverbot auf öffentlichen Plätzen her! 

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