Rechtsextremist fälschte Künast-Zitat und wurde jetzt dafür verurteilt

Veröffentlicht bei watson.

Regelmäßig verbreiten Rechtspopulisten und Rechtsextreme gefälschte Zitate von Politikern, um ihnen Aussagen in den Mund zu legen. Vor allem Grünen-Politikerinnen treffen diese Fakes immer wieder. In Berlin hat nun ein Gericht einen Schweizer Rechtsextremisten verurteilt, der 2016 ein Fake-Zitat von Renate Künast auf Facebook veröffentlicht hatte. Das teilte die Bundestagsabgeordnete am Dienstag gegenüber watson mit. 

In dem Post wird Künast mit den Worten zitiert: "Der traumatisierte Junge Flüchtling hat zwar getötet, man muss ihm jetzt aber trotzdem helfen". Angeblich hätte die Politikerin das über Hussein K. gesagt, der im Oktober 2016 eine 19-jährige Studentin in Freiburg vergewaltigt und ermordet hatte. Wohl um dem vermeintlichen Zitat mehr Glaubwürdigkeit zu verschaffen, wurde es mit der Quellenangabe "Süddeutsche Zeitung" überschrieben. Nichts davon hatte Künast gesagt. Weder in der "Süddeutschen", noch anderswo.

Weiterlesen... (Archiv)